Buchvorstellung

Peter Meis: Als die Zeit stillzustehen schien. Neuerscheinung, 2020

Dresden: Verlag Fabian Hille, 2020. 96 Seiten.
ISBN 978-3-947654-28-4
Preis: 12,00 EUR.

Als im Frühjahr 2020 der Lockdown das gesellschaftliche Leben in Deutschland weitgehend zum Stillstand brachte, schien die Zeit in den Gesundheitsämtern zu rasen. Ein Großteil der Bevölkerung aber fühlte sich zurückgeworfen auf sich selbst; ob in Quarantäne, in Kurzarbeit oder einfach nur in den eigenen vier Wänden. Peter Meis, selbst Teil der Risikogruppe, hat in dieser Zeit, wie viele seiner Generation, die Möglichkeiten des Wanderns und Radfahrens in der Natur genutzt und sich Gedanken gemacht, wie mit dieser ungewohnten Situation umgegangen werden könnte.

Entstanden sind Tagebuchnotizen von März bis Mai und kurze Dialoge zwischen Sinn und Krise, Gut und Böse, Glaube und Unglaube, Macht und Ohnmacht. Ein Reisebericht einer Radtour durch den Nordosten Polens ist verschränkt mit Überlegungen zum Altern, einer Rückkehr zur Normalität und zum Sterben. Den Band beschließen „Zwei Lehrstücke über die Liebe.“

Zum Autor:
Dr. Peter Meis, 1953 geboren, war nach dem Theologiestudium in Leipzig Pfarrer in der Oberlausitz und Stadtjugendpfarrer in Dresden. Als Professor und Rektor hat er hat er die Fachhochschule für Religionspädagogik und Gemeindediakonie in Moritzburg geleitet, war dann Superintendent an der Kreuzkirche zu Dresden, seit 2011 Oberlandeskirchenrat für theologische Grundsatzfragen und stellvertretender Landesbischof. Als Autor hat Peter Meis neben vielen Aufsätzen Texte zum Kirchenjahr („Auf der Spur des Lebens“ 2011) und ein Nach-Lesebuch („Unterwegs zu unserer Vergangenheit“ 2019) veröffentlicht.

Leseprobe (Seiten 17-19 / 57-60 / 89-90) | PDF