Der Elbetaler 1893 – 2018

Anlässlich der Einweihung des Blauen Wunders am 15. Juli 1893 und der Heilig-Geist-Kirche am 15. Oktober 1893 wurde von der Nürnberger Prägeanstalt Karl Christoph Lauer der „Elbethaler“ geprägt. Die Initiative ging von dem Dresdner Münzhändler Richard Diller (1851-1928) aus, der sich am 3. März 1893 an den „Hochlöblichen Gemeinderat zu Blasewitz“ wandte, zum Bau von Brücke und Kirche ein „äußerliches Zeichen der Erinnerung“ für die Einwohner und Schulkinder von Blasewitz zu stiften. Als ein „schönes und wohlfeiles Kleindenkmal“ empfahl er die Prägung einer Medaille.
Das Schreiben wurde vom Gemeinderat an den Blasewitzer Kirchenvorstand weitergegeben, der die Anregung aufnahm.

Die Inschriften der Medaille, die vermutlich auf den Blasewitzer Pfarrer Woldemar Leonhardi (1852-1919) zurückgehen, folgen einem theologischen Programm. Wenn die Kirche „zum Ruhm und Preis des Höchsten“ und die Brücke „zu Nutz und Frommen des Nächsten“ errichtet wurden, ist damit das biblische Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe bezeichnet, das auf Jesus Christus zurückgeht (Markus 12, 30 f.). Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, dass der Bau von Kirche und Brücke damals im Spiegel des christlichen Liebesgebotes gedeutet wurde.

Als Beitrag unserer Kirchgemeinde zum 125jährigen Doppeljubiläum des Blauen Wunders und der Heilig-Geist-Kirche wurde der Elbetaler 2018 von unserer Kirchgemeinde als Nachprägung, ausgeführt von der Dresdner Medaillenmünze Glaser & Sohn GmbH, in einer limitierten Auflage neu herausgegeben. Die Vorlage ist der abgebildete „Elbethaler“ des Dresdner Münzkabinetts.
Wir danken dem Münzkabinett und der Landeshauptstadt Dresden für die freundliche Unterstützung des Projektes.

Der Elbetaler kann weiterhin im Pfarramt in Feinsilber (50 €) oder in Bronze versilbert (20 €) erworben werden. Dazu gehört eine Broschüre, die historisches Bildmaterial zum Kirchbau und zum Blauen Wunder enthält.

Mit dem Kauf des Elbetalers unterstützen Sie die Erhaltung von Kirche und Gemeindehaus in Blasewitz.