Friedhöfe

Friedhof Dresden-Striesen

Zur Geschichte
Die Striesener Friedhofsanlage wurde von Architekt Gotthilf Ludwig Möckel um 1880 entworfen. Am 16. Juli 1883 trafen sich evangelische und katholische Christen zur  feierlichen Einweihung des Friedhofes. Die Weihe der Friedhofskapellglocke fand am 14. April 1892 statt.
Der Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 zerstörte den zentralen Teil des Friedhofes. Ab 1949 begann der Wiederaufbau der Friedhofskanzlei und der Aufbahrungshalle.
Mit dem Abbruch der kriegsbeschädigten Erlöserkirche in Dresden-Striesen in den Jahren 1961/62 kamen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes neben den Eingang der Friedhofskapelle.
Bestattungen finden in Erd- und Urnengrabstätten sowie in Urnengemeinschaftsanlagen statt. Zum Friedhof gehört die eigene Friedhofsgärtnerei Dresden-Striesen GbR. Gern beraten wir Sie für Ihre individuelle Grabgestaltung.

Den aktuellen Gebührenkatalog finden Sie hier: friedhof_striesen.pdf

Bedeutende Persönlichkeiten
Dresdner Persönlichkeiten, die auf dem Striesener Friedhof begraben wurden, sind u.a.:

  • Herrman Reinschmidt (1829 - 1886), Verdienste um die Elbeschifffahrt
  • Herman Seidel (1833 - 1896), Dresdner Gärtner, Züchter von Moorkulturen (Azaleen, Kamelien, Rhodendren), Wegbereiter für die 1. Internationale Gartenbauausstellung und Gründung der Gartenbauschule
  • Rudolph Hölbe (1848 - 1926), Bildhauer
  • Max Helas (1875 - 1949), Maler (Ev.-Luth. Versöhnungskirche und Gemeindehaus Striesen)
  • Willi Petzold (1885 - 1978), Maler
  • Friedrich Pappermann (1909 - 1995), Kunstsammler und Mäzen
  • Prof. Joachim Lehmann (1921 - 1998), Wegbereiter der Mikroelektronik

Kunsthistorisch wertvolle Grabmale
Verteilt auf dem gesamten Friedhof findet man zahlreiche schöne Grabmale des Jugendstils, u. a. von Rudolph Hölbe, Julius Schurig, Herbert Volwahsen und Werner Hempel.

Rechtsträger:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz
Ev.-Luth. Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt-Striesen
– vertreten durch einen gemeinsamen Friedhofsausschuss

Friedhofsverwaltung Dresden-Striesen
Gottleubaer Straße 2, 01277 Dresden
Tel: 0351 / 310 05 11
Fax: 0351 / 319 00 43
Friedhofsleiter und Verwaltungsleiterin: wochentags vor Ort erreichbar

Broschüre "Striesener Friedhof" | PDF

Lageplan

Striesener Friedhof im Internet

 

Johannisfriedhof

Außer dem Striesener Friedhof, in der Trägerschaft der Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz und der Johanneskirchgemeinde, befindet sich im Einzugsbereich unserer Kirchgemeinde auch der Johannisfriedhof, der zum Ärar des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs gehört.

Das Ärar (historische Bezeichnung für Staats-, Landes-, Stadt- oder Kircheneigentum) geht auf die Einrichtung des im Jahr 1575 eröffneten und im 19. Jahrhundert geschlossenen alten Johannisfriedhofs (in der Nähe des heutigen Georgplatzes) zurück. Es ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Seine Friedhöfe dienen den aus der Kreuzkirchgemeinde hervorgegangenen Gemeinden, die keinen eigenen Friedhof besitzen, als Bestattungsplätze.

Geleitet wird das Ärar durch einen Friedhofsvorstand, der aus Mitgliedern der Kirchenvorstände der beteiligten Kirchgemeinden besteht.

Zum Ärar gehören der Elias-Friedhof (1876 geschlossen), der Trinitatisfriedhof in der Johannstadt und der in Tolkewitz an der Wehlener Straße gelegene Johannisfriedhof. Letzterer ist der flächenmäßig größte kirchliche Friedhof in Dresden. Sein besonderes Wahrzeichen ist die 1894 durch den Architekten Paul Wallot (1841-1912) entworfene Kapelle mit der imposanten Kuppel. Neben vielen prominenten Dresdnern fanden auch über 3600 Opfer der Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 hier ihre letzte Ruhestätte.

Viele historisch und künstlerisch wertvolle Grabstätten prägen das Bild des Friedhofs. Den Eigentümern und der Friedhofsverwaltung fehlen aber oft die finanziellen Mittel, diese Grabmale zu erhalten. Mit der Übernahme von Patenschaften können die Grabstätten durch privates Engagement gesichert werden. Dabei überlässt die Verwaltung dem Paten die schutzwürdige Grabstätte kostenfrei zur Nutzung (nicht als Eigentum). Der Pate übernimmt die Kosten für anfallende Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Mit der Patenschaft ist die Option auf den Erwerb des Nutzungsrechtes an der Grabstelle verknüpft.

Näheres über Patenschaften, über die Geschichte des Friedhofs, Veranstaltungen, Öffnungszeiten, Gebühren oder auch über Möglichkeiten der Grabpflege erfahren Sie auf den Internetseiten des Johannisfriedhofs und des Freundeskreises Trinitatis- und Johannisfriedhof Dresden.

Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofes
Wehlener Straße 13
01279 Dresden
Telefon 03 51 / 2 52 52 02
Telefon 03 51 / 2 51 01 21

Lageplan

www.johannisfriedhof-dresden.de

www.freundeskreis-trinitatis-und-johannisfriedhof-dresden.de